Chile 2020
Great things never come from compfort zones
Im Februar nach 12 Monaten wandern, laufen und Endurotrainings – in den letzten 6 Monaten kam Krafttraining und am Ende Cardio dazu – und einem Monat Sauerstoffadaption im Höhenzelt ging es endlich los. Der Container war in San Antonio und die Flugbox in Santiago, alles war bereit.
So konnten wir in mehreren Etappen nach Santiago fliegen und das erste Mal südamerikanische Luft schnuppern. Nach einem Staging Day bei Marcia und Fernando gings weiter nach Copiapo.
Gleich neben dem Airopuerto di Atacama sind die Dünen die ich aus einer der letzten Dakar Rallies kannte – eindrücklich, mächtig und sehr tiefsandig.
Weiter gings auf der Panamericana zum Hotel Las Pircas wo wir alles vorbereiteten. Nach einenhalb Tagen machten wir uns angespannt und voller Tatendrang auf in die Berge. Am ersten Tag überquerten wir einen 4300m hohen Pass und übernachteten im Refugio bei Santa Rosa.
Hier zeigten sich auf 3800m die ersten Höhenadaptionsprobleme und Gabi und ich blieben erst mal eine weitere Nacht auf der Höhe bevor wir zu den anderen auf 4500m weiter vor rückten.
In unserem Camp an der Laguna Verde auf 4500m verbrachten wir dann einige Zeit mit Höhentraining, Wanderungen, Vorbereitungen und dem Campaltag. Ich liebe ja Outdoor Leben aber das ist etwas vom kargesten und trostlosesten was ich je gesehen hatte und doch in einer so gewaltigen, urtümlichen Gegend die von Tag zu Tag vertrauter wurde. Umrahmt von zwei Dutzend Vulkanen and dieser blauen Oase wo von zeit zu Zeit eine Maus oder ein Fuchs auftauchte zu leben war hart aber schön.
Schliesslich waren unsere Vorstösse so weit gediehen dass wir uns auf 5200m bis 5800m wohl fühlten, das Gelände kannten und viele Erkundungsfahrten machten. Zwischen Refugio Atacama und Refugio Tejos kannten wir bald jede Rinne, jedes Schlagloch und jedes Tiefsandfeld. Nach langen Erkundungsfahrten durch die weissen Tiefsandfelder an den Barrancas Blancas – manchmal blieb uns das Herz stehen als im Niemandsland der RAM einsank aber Marco (der beste Fahrer den ich je kennengelernt habe) holte ihn immer ohne schaufeln wieder raus. Dann wars klar: Ja es gibt in 40km Umkreis keinen anderen Weg als den uns bekannten schwierigen Aufstieg durch die Felsrinne.
Und dann kam der Tag für den Vorstoss und Jiri (6546m motorcycle category) und Ian ( 6089m SxS category) konnten die beiden ersehnten Weltrekorde realisieren. All die Mühe und der Kampf gegen einen selbst hat nun endlich Früchte gebracht – ein tolles Gefühl!
Auf dem Rückweg nach Copiapo und später Santiago sollte dieses Gefühl und diese Erfahrungen noch in einigen Geschwindigkeits- und Alkohleskapaden enden aber das ist eine andere Geschichte.
Schön mit all diesen Leuten das erlebt zu haben: Neuen Kontinent entdeckt, neue Freunde gefunden, Pisco getrunken, spanisch gelernt, Ceviche gegessen, Atacama besucht, Dakar Strecke gesehen, Weltrekord geholt, persönliche Ziele erreicht, alle gesund nach Hause gekommen – was will man mehr bei so einer Expedition?
Nachdem alles verzollt und geladen war verbrachten wir noch einen tollen Tag in Santiago und reisten zurück in die Schweiz.
































































































































































































